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Anbaumethoden

Freiland oder Indoor
Die weit verbreitete Aussage, dass Cannabis im Freien nicht so hohe THC-Werte erreicht, wie drinnen unter Kunstlicht, ist nur teilweise richtig. Einmal liegt das daran, dass in unseren Breiten nur Sorten mit einer frühen Blüte voll zu Reife kommen und diese Sorten nicht unbedingt zu den potentesten/ harzreicheren Cannabissorten gehören, zum anderen hat wohl der Regen einen Einfluss auf die Harze der Pflanze, was aber im Gewächshaus keine Rolle spielt.
Der schlechte Ruf der deutschen Hecke hat wohl viel damit zu tun, dass für die Zucht im Freien oft Samen verwendet werden, die für Nordeuropa sehr ungeeignet sind und mehr Blatt als Bud liefern.



Die Zucht unter Kunstlicht ist von Anfang an viel aufwendiger als unter Sonnenlicht. Als erstes kommt die Frage nach dem Leuchtmittel, dann muss für eine ausreichende Ab - und Umluft gesorgt werden, die Luftfeuchte sollte genauso wie die Temperatur überwacht und wenn nötig beeinflusst werden. Der ganze Raum muss gegen einströmendes und eventuell ausströmendes Licht abgedichtet werden.
Diese Maßnahmen lohnen sich aber in vielfältiger Weise. Eine Ernte ist bis zu 6 mal im Jahr möglich, an jedem Ort der Welt, der mit Strom und Wasser und Luft (CO2) versorgt wird. Der Zuchtraum kann in den meisten Fällen viel besser getarnt werden als eine Zucht im Freien. Ungewollte Bestäubungen können auch nur drinnen verhindert werden. Ein weiterer Vorteil der Zucht unter Kunstlicht ist die Bestimmung der Belichtungszeit (Photoperiode). So können Pflanzen nach Belieben im Wuchs gehalten werden oder zum blühen gebracht werden.
Entscheidende Nachteile sind die Anschaffungs-/ Mietkosten sowie die hohe Stromrechnung, die bei der Zucht unter Kunstlicht anfallen.

 
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